Im Dunkel … (grub)
Das Erste was mir an dem neuen Spielzeug auffiel, waren die fehlenden Bootmeldungen. „Da muss doch was zu machen sein“ fand ich und fing an zu basteln. In /boot/grub/grub.conf einen timeout einzutragen und hiddenmenu zu deaktivieren brachte allerdings gar nichts. Mein Einfall dazu war, das Acer vielleicht ein verstümmeltes Grub verwendet.
Jedenfalls organisierte ich mir irgendwo – vermutlich bei rpmfind.net – ein Original Fedora 8 RPM von grub 0.97. Das so installierte Grub verhielt sich wie erwartet. Allerdings war noch ein weitere Änderung nötig um nicht nur ein Bootmenü zu bekommen, sondern die Meldungen beim Booten auch lesen zu können: Die Kernelparameter loglevel=1 und splash=silent mussten entfernt werden.
Soweit, so gut.
Natürlich kam dann sofort der Wunsch auf, doch mal in den „single user mode“ zu booten. Das sollte ja jetzt wie gewohnt durch Anhängen von „single“ an die Liste der Kernelparameter möglich sein. Aber leider wurde das komplett ignoriert. Ein Lösung dazu wartet noch darauf gefunden zu werden.
Aller Anfang … (damn small linux usb pen)
Ich kann mich nicht mehr erinnern wie es kam, aber nur wenige Stunden nachdem ich das neue Spielzeug in den Händen hatte, lief gar nichts mehr. Der Cursor lies sich noch bewegen, sonst war kein Leben mehr drin. Kein Problem, für den Fall hat ja jemand mehrere-Sekunden-den-Ausschalter-drücken erfunden. Leider war das Resultat davon, dass mein Aspire One nicht mehr booten wollte. Irgendwo(*1) blieb das gute Stück mit schwarzem Bildschirm stehen.
Um dem Fehler nachzugehen entschied ich mich „Damn Small Linux“ auf einem USB Stick zu installieren und davon zu booten. Von DSL (der Linux Distribution) hatte ich bis dahin nichts gehört. Irgendwo im Kleingedruckten war aber zu lesen, dass DSL auf Knoppix basiert. Das kannte ich, für diesen Zweck fand ich aber die volle Knoppix Distribution im Vergleich zu den 50MB von DSL zu fett. Die im Wiki zu DSL beschrieben Methode I zur Installation über einen Windows Rechner mit syslinux schien mir geeignet, auch wenn mir bis heute nicht klar ist, warum dabei die embedded-Variante von Damn Small Linux benutzt wird.
Tatsächlich lief die Installation reibungslos und der Aspire One lies sich via F12 auch ohne Mucken dazu bewegen von dem USB Stick zu booten. Ein Lauf von fsck über die interne SSD fand und behob ein paar kleinere Fehler im root-Filesystem. Anschliessend lies sich auch das ausgelieferte Linpus wieder booten. Ende gut – alles gut.
Im Nachhinein frage ich mich nur, ob das „nicht booten wollen“, das zur Nutzung von DSL führte, evtl. einfach Ungeduld meinerseits war und dort eigentlich das Linpus ein fsck, sozusagen im Dunkeln, durchführte. Bisher gab mir der Aspire One aber keinen Anlass mehr, die These zu testen.
(*1) Zum Thema Bootmeldungen ein andermal mehr.